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Gemeindeleben gehaltvoll und lebensnah gestalten

(c) H. FuchsPfarrerin Gabriele Heckmann-Fuchs

Pfarrerin Gabriele Heckmann-Fuchs wechselt nach über 18 Jahren in Ernsthofen nach Groß-Bieberau. ‚Ich fange noch mal an‘ - dieser Vers eines Liedes der Gruppe HABAKUK hat Gabriele Heckmann-Fuchs die letzten Monate begleitet und ermutigt. Die Pfarrerin verlässt nach über 18 Jahren die Evangelische Kirchengemeinde Ernsthofen und übernimmt im März eine halbe Pfarrstelle in Groß-Bieberau und Vertretungsdienste in anderen Kirchengemeinden.

„Ich blicke mit Dankbarkeit zurück auf die prägende Zeit im Kirchspiel Ernsthofen“, betont die 56-jährige Theologin. Und auch die Kirchengemeinde hat die beliebte Pfarrerin mit einem Dankes-Gottesdienst Ende Januar schweren Herzens verabschiedet. Gemeinsam blickten sie mit großer Wertschätzung zurück auf ihre Zeit als Seelsorgerin - auch auf besondere Impulse, die sie der Gemeinde in den letzten zehn Jahren gegeben hat, seit sie mit ganzer Pfarrstelle für das Kirchspiel Ernsthofen tätig war. Zuvor teilte sie sich seit September 2001 die Stelle mit ihrem Ehemann Joachim Fuchs, der 2010 die Pfarrstelle im benachbarten Modau angetreten hat.

Rückblickend zählt sie einige Highlights ihrer Arbeit auf: die gut besuchten Sondergottesdienste etwa, wie in Asbach beim Sommerfest des Naturschutzbund (Nabu), in Klein-Bieberau beim Sommerfest der „Bieberzwerge“, in Ernsthofen beim Wandergottesdienst in Kooperation mit dem Odenwaldklub (OWK) oder zuletzt der Kerbgottesdienst mit Dialog-Predigt in Mundart zum Jubiläum der Asbacher Landfrauen. Wichtig ist der Pfarrerin, „den Gottesdienst als Zentrum des Gemeindelebens gehaltvoll und lebensnah gestalten.“ Es ist ihr ein Anliegen, „Inhalte des christlichen Glaubens zu elementarisieren – im Schulunterreicht, im Kindergottesdienst, bei Familiengottesdiensten und Kinderbibeltagen, wie der „Aktion Osterei“, die sich großer Beliebtheit erfreute.Sie hat viel Zeit in die Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden investiert, dazu gehörten kreative Angebote, „Rallyes“ zum 23. Psalm oder zum Glaubensbekenntnis, Ausflüge zu interessanten Zielen und Gemeindeaktivitäten wie der Weltladen an Erntedank. „Es hat den Konfis immer gut getan, die Kirche und ihre Botschaft auf diese Weise zu erleben -  und mir hat es viel Spaß gemacht.“

Gabriele Heckmann-Fuchs ist in Reinheim aufgewachsen und bezeichnet sich als „Draußen-Mensch“, der gerne auf dem Land lebt und die Landschaft des Odenwaldes gerne zu Fuß erkundet. Sie empfindet die lange Zeit in der Gemeinde mit hoher Kontinuität als Geschenk. Nicht nur das Verhältnis zu den Vereinen und zur Kommune war ausgesprochen eng. „Seelsorgegespräche wurden immer wichtiger, da ich ein Vertrauensverhältnis zu vielen Menschen entwickeln und sie in den Höhen und Tiefen ihres Lebens begleiten konnte“, erläutert die Theologin.

Kirchenrenovierung und Stellenkürzung als große Herausforderung

Dankbar waren Heckmann-Fuchs und der Kirchenvorstand für die „riesige Unterstützung bei der Kirchenrenovierung. Viele haben nicht nur Geld gespendet, sondern auch mit angepackt“. Die Renovierungsarbeiten außen und innen an der Schlosskirche in Ernsthofen haben die Beteiligten sehr gefordert. „Schlimm war die Sanierung des Wasserschadens, der eintrat als die Kirche frisch renoviert war, und die anschließende Auseinandersetzung mit der Versicherung“, betont Heckmann-Fuchs. Viel Herzblut steckt in ihrem Engagement für das Kirchspiel Ernsthofen. Umso betroffener waren Pfarrerin und Kirchenvorstand von der Kürzung der vollen Pfarrstelle um 50 Prozent, die 2017 vom Synodalvorstand des Evangelischen Dekanats beschlossen wurde und seit Januar 2020 wirksam ist.  Vieles, was nicht zu den Kernaufgaben gehört, wird nun in der Kirchengemeinde entfallen müssen. In den letzten beiden Jahren haben Gabriele Heckmann-Fuchs und die Mitglieder des Kirchenvorstands konstruktiv in zwei Klausurtagungen ein Konzept entwickelt, welche Angebote es in der Kirchengemeinde Ernsthofen zukünftig geben kann und welche Aufgaben ehrenamtlich Mitarbeitende übernehmen werden. Sie habe mit dem Kirchenvorstand die Basis für einen Neuanfang geschaffen.

 Neuanfang in Groß-Bieberau

„Ich freue mich nun auf neue Erfahrungen“, sagt Pfarrerin Gabriele Heckmann-Fuchs, die eine halbe Pfarrstelle in Groß-Bieberau am 1. März 2020 antritt. Sie wird sich mit Pfarrer Sebastian Bähringer Gottesdienste und Kasualien aufteilen, ebenso wie die Präsenz in Gruppen und Kreisen der Kirchengemeinde. Groß-Bieberau kennt sie seit ihrer Jugendzeit, da sie die Albert-Einstein-Schule (AES) bis zum Abitur besuchte. Gern erinnert sie sich an die Jubiläumsfeier „100 Jahre AES“, als die junge Pfarrerin angefragt wurde, die Festpredigt zu halten.

Sie wird in einem Gottesdienst am 15. März um 10 Uhr in der Evangelischen Michaelskirche in ihren Dienst eingeführt.  Für die zweite Hälfte der Pfarrstelle sind Vertretungsdienste im Evangelischen Dekanat Vorderer Odenwald beantragt. 

 

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