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Buss- und Bettag

Zwischen „Alles egal?“ und „Aufstehen – Haltung zeigen“

Gottesdienste, Andachten und Impulse im Evangelischen Dekanat Darmstadt-Land am Buss- und Bettag, Mittwoch, 20. November 2019.

 „Alles egal? Oder hast Du noch Träume?“ So lautet die Kampagne zum Buß- und Bettag 2019. Das Motiv auf der Website busstag.de: ein Kind liegt auf dem Rücken und schaut in den Himmel. Unter der Überschrift „Ich träume noch immer von...“ hat eine Frau aus Nürnberg geschrieben „ ... der Versöhnung mit meinem Sohn“.  Versöhnung – was hat das mit Buße zu tun? Das Wort wirkt wie aus der Zeit gefallen. „Buße bedeutet umdenken, umkehren und sich neu ausrichten“, erläutert Dekan Arno Allmann. Es gehe darum eigenes Unrecht, eigene Versäumnisse zu erkennen und sich die eigene Schuld einzugestehen. Dafür gibt es einen Tag im kirchlichen Kalender: Der Buß- und Bettag am Mittwoch, 20. November, bietet für jede und jeden eine gute Gelegenheit darüber nachzudenken, lädt ein zu Besinnung und Neuanfang, kann Impulse geben aufzuräumen und Erleichterung zu spüren. Viele - überwiegend evangelische Christen - treffen sich an diesem Tag in den Kirchen, um über Buße und Neuanfang, Frieden und Gerechtigkeit nachzudenken. So wird an diesem Abend in Modau der Jung-Schiedsrichter Lukas Tauber in einem Impuls-Gottesdienst zum Thema „Fair-play üben“ reden. In Roßdorf wird der Theologe und Lehrsupervisor Hartmut Völkner zum Thema „Glaube und Zweifel“ einen GoSpecial-Gottesdienst mitgestalten. Ökumenisch wird in Ober-Ramstadt der Gottesdienst zum Thema „Aufstehen – Haltung zeigen“ sein.

Das Interesse am Buß- und Bettag, der seit 1995 kein gesetzlicher, aber weiterhin ein kirchlicher Feiertag ist, wächst seit Jahren. Viele Menschen nutzen diesen Tag zur «persönlichen Gewissensprüfung» und zum Nachdenken. Damit Berufstätige teilnehmen können, finden die Andachten und Gottesdienste meist abends statt. Es sind besondere Veranstaltungen, zum Teil vorbereitet und gestaltet von Friedenskreisen, Ökumenischen Gruppen oder Musikern. Im Evangelischen Dekanat Darmstadt-Land öffnen folgende Gemeinden ihre Kirchen am Buß- und Bettag (20.11.):

Erzhausen: Gottesdienst zum Buß- und Bettag. Beginn: 20 Uhr. Ort: Ev. Kirche (Hauptstr. 23)

Eschollbrücken (Pfungstadt): Andacht zum Buß- und Bettag mit Pfarrer Simon Wiegand für die Ev. Kirchengemeinden von Pfungstadt, Eschollbrücken und Hahn. Beginn: 19.00 Uhr. Ort: Ev. Kirche Eschollbrücken.

Griesheim: Gottesdienst zum Buß- und Bettag mit Pfarrer Konrad Rampelt. Beginn 19.00 Uhr. Ort: Melanchthongemeinde, Kirchsaal (Brucknerstr. 18)

Gräfenhausen (Weiterstadt): Gottesdienst zum Buß- und Bettag. Beginn 19 Uhr. Ev. Kirche (Darmstädter Landstr. 8)

Modau (Ober-Ramstadt): Impuls-Gottesdienst zum Buß- und Bettag zum Thema „Fair-play üben“ in Sport und Gesellschaft. Sprechen wird Jung Schiedsrichter Luka Tauber, bereits fast 300 Spiele gepfiffen hat; Einleitung und Liturgie Pfarrer Joachim Fuchs; Musik: Marc Mißkampf (Gitarre & Gesang) und Finn Krug an der Orgel. Beginn 19.30 Uhr. Ort: Evang. Kirche (Kirchstr. 37)

Nieder-Ramstadt (Mühltal): Gottesdienst zum Buß- und Bettag. Beginn 20.00 Uhr. Ort: Evang. Lazaruskirche (Bodelschwinghweg 1)

Ober-Ramstad: Ökumenischer Gottesdienst am Buß- und Bettag zum Thema „Aufstehen – Haltung zeigen“, gestaltet von einem ökum. Team. Es geht um Fragen wie „Wo  versagen wir als Gesellschaft und als Kirche?“. Beginn 19.00 Uhr. Ort: Ev. Kirche

Rohrbach (Ober-Ramstadt): Gottesdienst der Waldensergemeinde zum Buß- und Bettag mit Abendmahl nach luth. Ritus mit Kirchenchor. Beginn 19.00 Uhr, Ort: Ev. Waldenserkirche (Pragelatostr. 114)

Roßdorf: GoSpecial-Gottesdienst am Buß- und Bettag mit dem Theologen und Lehrsupervisor Hartmut Völkner zum Thema „Glaube und Zweifel“ sowie dem  Musiker Johannes Schmidtke.  Beginn: 18.30 Uhr. Ort: Evang. Kirche

Weiterstadt: Gottesdienst mit Abendmahl zum Buß- und Bettag,  Beginn 15 Uhr, Ort: Marga-Meusel-Haus (Kirchstr. 1)

Hintergrund

Der Buß- und Bettag ist für evangelische Christen ein Tag der Besinnung und Neuorientierung im Leben. Der Gedenktag dient dem Nachdenken über individuelle und gesellschaftliche Irrtümer wie Ausländerhass, Umweltzerstörung, Krieg, Flucht und Vertreibung oder die Ausgrenzung von Armen und Obdachlosen.

Der Feiertag wurde vor 20 Jahren allerdings zum politischen Zankapfel: Der protestantische Buß- und Bettag, erstmals 1532 im mittelalterlichen Straßburg offiziell eingeführt, wurde 1995 zur Finanzierung der Pflegeversicherung in allen Bundesländern außer in Sachsen als gesetzlicher Feiertag ersatzlos gestrichen.

Der Bußtag hat seinen festen Platz im kirchlichen Festkalender jedoch nicht verloren. Viele Gemeinden laden meist am frühen Abend zu Andachten ein, um so auch Berufstätigen die Teilnahme zu ermöglichen. Die hohe Resonanz auf dieses Angebot belegt, dass dieser kirchliche Feiertag im Leben vieler Menschen nach wie vor tief verwurzelt ist.(epd)

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